SimonsVoss Smartreader

Elektronische Schließanlagen

  • Basic
  • DIN EN 15684
  • IKON CLIQ
  • Kaba evolo
  • SALTO XS4
  • SimonsVoss

Was ist eine elektronische Schließanlage?

Grundlegend ist, dass theoretisch jeder Identmittelträger (Schlüssel/Karte) an jedem Identmittelleser (Zylinder/Beschlag) berechtigt werden kann. Diese freie Verfügbarkeit wird durch die elektronische Programmierung so eingeschränkt, dass ein Schließplan entsteht. Dass bei einigen Systemen zusätzlich noch eine mechanische Kontrolle erfolgt, hat auf diese Festlegung keinen Einfluss. Auch hier sollte im Sinne der späteren Freizügigkeit bei der Vergabe der Berechtigungen auf eine Gleichschließung geachtet werden.

Ein weiteres Kriterium ist, dass jeder Identmittelträger ein elektronisches Unikat ist und einzeln berechtigt und gelöscht werden kann. Verfügt das System über einen Ereignisspeicher, lassen sich dadurch auch die letzten Ereignisse kontrollieren.

Für die Verwaltung der Systeme haben sich Softwareprogramme durchgesetzt. Nur so ist später auch bei größeren Anlagen gewährleistet, dass die Übersicht nicht verloren geht. Auf die verschiedenen Möglichkeiten der Übertragung der Daten in den Zylinder gehen wir weiter unten ein.

Der Vorteil gegenüber Zutrittskontrollsystemen liegt im Batteriebetrieb und den in den Zylindern integrierten Steuereinheiten. Diese lassen auch Montagen an Brand- und Rauchschutztüren, bei Mehrfachverriegelungen, Toren und Schlüsselschaltern ohne große Umbauarbeiten zu. Der Vorteil ist die Kostenersparnis bei der Montage, insbesondere im Hinblick auf die Problematik der Kabelführung bei den vorgenannten Sondertüren. Der Nachteil sind die zu optimierenden Wartungsarbeiten. Da meist Spezialbatterien verwendet werden, möchte man natürlich die Nutzungsdauer optimieren, das heißt Austausch erst kurz vor dem Zusammenbruch. Hier bieten die Hersteller von externer Noteinspeisung bis zur intelligenten Software viele Lösungen an.

Sind bereits Identmittel aus anderen Anwendungen wie Zutrittskontrolle oder Zeiterfassung im Einsatz, lassen sich diese meist auch für eine elektronische Schließanlage nutzen. Dieses gilt hauptsächlich für RFID-Identmittel aus dem 125 kHz (EM und Hitag) und dem 13,56 MHz Bereich (Mifare, Legic und HID).

Die verschiedenen Bauformen

Die angebotenen Systeme lassen sich in drei Gruppen einteilen. Die wichtigsten Merkmale sollen kurz erläutert werden.

Viele Hersteller bieten ihre Systeme schon in mehreren Bauformen an.

1. Elektronikzylinder auf Basis mechanischer Systeme
Mechatronische Schließsysteme

Die mechanische Schließung wird durch ein elektronisches Sperrelement ergänzt. Die Steuerungselektronik sitzt im Innenknauf, in einem Gehäuse, welches in den Stulp der Tür eingelassen wird, oder ist im Zylindergehäuse integriert.
In der Regel ist eine hohe Akzeptanz des Schlüssels als Identmittelträger durch den Nutzer gegeben. Durch die Kombination von mechatronischen und mechanischen Zylindern lässt sich das Kosten/Nutzen-Verhältnis optimieren und die Investitionskosten können gesenkt werden. 
In vielen Fällen besteht die Möglichkeit der Nachrüstung von bestehenden mechanischen Schließanlagen nach Schlüsselverlust oder Organisationsänderungen.

Ikon +Cliq Doppelzylinder

2. Elektronikzylinder ohne mechanische Anbindung
Elektronische Schließsysteme

SimonsVoss Doppelzylinder

Die meisten Systeme besitzen auf der Außenseite einen Drehknauf, der frei mitdreht. Bei berechtigtem Transponder wird dieser dann für einige Sekunden eingekoppelt. Durch Drehen des Knaufs kann dann die Tür geöffnet werden. Die Systeme verfügen über keine mechanische Schließung. 
Im Innenknauf sind die Elektronik und die Batterie untergebracht. Das System kommuniziert optisch und/oder akustisch mit dem Nutzer, d.h. signalisiert, ob der Transponder berechtigt ist oder abgewiesen wird.
Schnelle Lieferzeiten von Zylindern und Schlüsseln sind üblich, da diese neutral vom Werk kommen und von uns am Lager geführt werden können.

3. Elektronischer Beschlagleser

Der Identmittelleser ist im äußeren Türschild integriert. Die Elektronik und die Batterien sind im Innenschild untergebracht. Die Systeme arbeiten meist mit Standardbatterien der Größe AAA.

Bei Beschlägen, die nur auf die Drückernuss wirken, lässt sich die Sicherheit durch Sperrfallenschlösser oder selbstverriegelnde Panikschlösser erhöhen.
Einige Systeme erlauben einen mechanischen Notzylinder, der über das Identmittel hinweg schließt.
Die Bedienung ist äußerst komfortabel, da nur der Transponder vorgehalten und der Außendrücker betätigt werden muss, um die Tür zu öffnen. Diese Systeme sind besonders für Altenwohnanlagen geeignet.

Salto XS4 Beschlagleser 9450

Datenübertragung Software – Zylinder

Wurden die Zylinder der ersten Generation nur per „Turnschuhnetzwerk“ programmiert, hat man heute noch weitere Möglichkeiten, um die immer größer werdenden Anlagen sinnvoll zu verwalten.

Offline-Netzwerk
Unter Offline- bzw. „Turnschuhnetzwerk“ versteht man, dass die Veränderungen zunächst in der Software vorgenommen und später mittels eines Programmiergerätes oder Programmierschlüssels in die einzelnen Zylinder übertragen werden. Dafür muss jeder betroffene Zylinder begangen werden.

Validierungsfunktion
Die Identmittel erhalten an einem Wandleser einen Zeitstempel mit einer Berechtigung für x Stunden. Während dieser Zeit können sie an den freigegebenen Türen schließen. Geht ein Identmittel verloren, müssen nur die Validierungsterminals neu programmiert werden, das heißt nach Ablauf der eingestellten Zeit ist der verloren gegangene Transponder innerhalb der gesamten Anlage ohne Berechtigung.

Online Netzwerk
Die Veränderungen werden in der Software vorgenommen und mittels eines Netzwerkes an die angeschlossenen Türen übertragen. Das Netzwerk besteht aus Kabel- und/oder Funkstrecken. Über dieses Netzwerk können auch die Ereignisse, wie z.B. Türzustände und der Batteriestatus, zurückgemeldet werden.

Virtuelles Netzwerk / Netzwerk on Card
Diese Funktionalität wird bei den verschiedenen Herstellern unterschiedlich benannt. Auch hier werden die Schließungsänderungen in der Software vorgenommen und – meist online - an einen oder mehrere Wandleser übertragen. Sobald ein Identmittel an diesem Leser bucht, werden ihm die geänderten Daten mit auf den Weg gegeben. Bei jeder Nutzung an einer Offline-Komponente werden dessen Zutrittsdaten aktualisiert. Auf gleichem Wege gelangen auch die Ereignisse und der Batteriestatus an die Online-Leser und damit zurück ins System. Diese Form des Netzwerkes bietet das beste Verhältnis von Preis/Leistung zur Schnelligkeit der Übertragung. Es eignet sich auch für die Ergänzung von Online-Zutrittskontrollsystemen mit Offline-Komponenten.

DIN EN 15684:2013-01

Schlösser und Baubeschläge - Mechatronische Schließzylinder - Anforderungen und Prüfverfahren 
Die Norm behandelt elektromechanische Schließzylinder und teilt sie in drei Hauptgruppen auf.

  1. Zylinder mit sowohl elektrisch als auch mechanisch betätigten Schließteilen
  2. Zylinder mit elektrisch betätigtem Schließteil und einem Schlüssel zum mechanischen Drehen des Zylinderkerns
  3. Zylinder mit elektrisch betätigtem Schließteil und mit manuell betätigter Öffnungs-/Schließfunktion

Mit der Norm soll die Vergleichbarkeit von elektronischen Schließsystemen erhöht werden. Sie listet aber nicht nur die technischen Merkmale auf. Auch an die mitgelieferten Produktinformationen werden entsprechende Anforderungen gestellt. Zulässige Einsatzbereiche müssen angegeben werden, ebenso Wartungshinweise und Einbauanleitungen. Die Anforderungen werden in einem 8-stelligen Klassifizierungsschlüssel festgelegt.


Klassifizierungsschlüssel 

  • 1. Stelle – Die Gebrauchskategorie beschreibt das zu erwartende Nutzerverhalten. Hier wird stets die Klasse „1“ vergeben, da allgemein von einem pfleglichen Umgang der Nutzer mit dem System ausgegangen wird.
  • 2. Stelle – Anzahl der Betätigungszyklen bei vollständigem Auf- und wieder Zuschließen. Mögliche Klassen:
    • „4“ für 25.000 Zyklen
    • „5“ für 50.000 Zyklen
    • „6“ für 100.000 Zyklen.
  • 3. Stelle – Grundsätzliche Eignung zum Einsatz in Rauch- und/oder Feuerschutztüren. Mögliche Klassen:
    • „0“ keine Eignung
    • „A“ Eignung für Rauchschutztüren
    • „B“ Eignung für Rauch- und Feuerschutztüren. Die tatsächliche Widerstandszeit kann nur der Dokumentation entnommen werden.
  • 4. Stelle – Umweltbeständigkeit unter bestimmten Temperaturbedingungen. Das Produkt wird dieser Bedingung jeweils 16 Stunden ausgesetzt. Mögliche Klasse:
    • „0“ für den gepflegten Innenbereich
    • „1“ +5 bis +55 Grad
    • „2“
    • „3“
    • „4“ -25 bis + 65 Grad plus 6 Zyklen bei feuchter Wärme von 55 Grad.
  • 5. Stelle – Mechanische Verschlusssicherheit. Mögliche Klassen:
    • „A“ kein mechanisches Schließwerk z.B. Doppelknaufzylinder
    • „B“ bis „F“ referenzieren mit den Klassen 1 bis 6 der DIN EN 1303
    • „F“ ist die höchste Klasse und entspricht einem 6-Stiftigem Schließwerk mit mindestens 100.000 verschiedenen Schließungen.
  • 6. Stelle – Elektronische Verschlusssicherheit. Anzahl der verschiedenen elektrischen Codes die zur Verfügung stehen. Mögliche Klassen:
    • „A“ 10.000 Codes
    • „B“
    • „C“
    • „D“
    • „E“
    • „F“ 1.000.000.000 Codes und zusätzlich geschützte Kommunikation.
  • 7. Stelle – Systemmanagement. Diese Klasse gibt an, ob ein zeitlich eingeschränkter Zugang und/oder eine Aufzeichnung der Ereignisse möglich sind. Die Protokolle müssen in einem nicht flüchtigen Speicher abgelegt werden und dürfen bei einem Batteriewechsel nicht verloren gehen. Mögliche Klassen:
    • „0“ keine Anforderung
    • „1“ nur Zeitbereiche
    • „2“ nur Protokollierung
    • „3“ Zeitbereiche und Protokollierung.
  • 8. Stelle – Angriffswiderstand. Hier wird der Schutz gegen Angriffe klassifiziert. Mechanisch wird gebohrt, gezogen und geschlagen. Zusätzlich wird mit sehr starken Magneten, mittels elektrostatischer Entladung oder Überspannung versucht, den Zylinder zu öffnen. Mögliche Klassen:
    • „0“ kein Angriffsschutz
    • „1“ Angriffsschutz
    • „2“ erhöhter Angriffsschutz.

IKON VERSO CLIQ und IKON +CLIQ

hat das auf Wendeschlüsseln basierende mechatronische Schließsystem VERSO CLIQ um das Stiftsystem +CLIQ ergänzt. Damit lassen sich auch bestehende Ikon Schließanlagen mechatronisch aufrüsten. Ebenso sind jetzt neue mechatronische Schließanlagen im bewährten SK 6 Vectorprofil möglich.

Identmittel
IKON benutzt als Identmittel einen eigenen ASIC mit Micro-Controller-Kern. Für die Einbindung in bestehende Legic oder Mifare Systeme lassen sich die Reiden mit einem entsprechenden RFID-Chip ausrüsten.

Aufbau und Funktion
Ikon ist es mit seinen CLIQ-Systemen erstmals gelungen, die Komponenten Elektronik und Sperrelement in den Kern eines Standard Schließzylinders zu integrieren. Dadurch ist es möglich, die elektromechanische Schließfunktion nicht nur in Doppel-, Knauf- und Halbzylinder zu integrieren, sondern auch in Hangschlosser, Hebel- und Möbelzylinder. Im Kern ist dabei natürlich kein Platz mehr für die Batterie, also musste diese im Schlüssel untergebracht werden. Beim Stecken des Schlüssels in den Zylinder werden über Kontakte die Spannung und die Informationen übertragen. Der Verso Schlüssel besitzt ein LED-Display, welches Informationen über den Batteriezustand sowie die Zutrittsberechtigungen anzeigt. Die +CLIQ Schlüssel melden diese Informationen mittels einer LED und akustisch. Die Verwaltung der Anlage erfolgt über die Managersoftware und ein Programmiergerät. Hier erhält der Programmierschlüssel seine Daten. Durch Stecken des Schlüssels in die Zylinder werden diese programmiert. 

Energieversorgung
Die Schlüssel sind mit einer Lithiumbatterie CR 2025 ausgerüstet. Diese reicht für ca. 20.000 Betätigungen bei zwei Jahren Lebensdauer. Die Zylinder haben keine eigene Batterie und werden von den Schlüsseln mitversorgt.

Montage
Die Zylinder lassen sich wie jeder normale mechanische Zylinder montieren.

Nutzen

  • Der Zylinder unterscheidet sich optisch nicht von einem mechanischen Zylinder. So wird die Gefahr eines versuchten Angriffs auf diesen geringer.
  • Durch die Integration in bestehende Schließanlagen lässt sich an kritischen Punkten schnell und gezielt die Sicherheit erhöhen.
  • Die Investitionssumme einer Anlage aus mechatronischen und mechanischen Zylindern ist geringer.
  • Durch die Batterien nur in den Schlüsseln ist jeder Nutzer selbst für deren Zustand verantwortlich. Ein regelmäßiger Austausch in den Zylindern muss nicht erfolgen. Dadurch sinken die Folgekosten für Wartung und Instandhaltung, insbesondere bei weit verteilten Zylindern.


Der Vertrieb erfolgt ausschließlich über von IKON geschulte Service-Partner wie die Firma Terschlüsen Sicherheitssysteme.

IKON Logo Partnership

dormakaba evolo

dormakaba hat ein neues elektronisches Schließsystem auf den Markt gebracht. Neben einer neuen Formensprache kommt auch erstmals ein Mifare Chip als Identmittel zur Anwendung.

Kaba überraschte auf der Security 2010 die Fachwelt mit einem neuen elektronischen Schließsystem. Die Überraschung war nicht das neue System, sondern das verwendete Identmittel: Mifare classic und Mifare DESfire. Hiermit zollte man der weltweiten Entwicklung Tribut, die eine höhere Verbreitung der Nutzung der Mifare Technologie vor der hauseigenen Legic Technologie sieht. Einhergehend mit dem neuen System gibt es auch eine neue Formensprache, die sich vom Zylinder bis zum Zeiterfassungsterminal zieht.

Identmittel
Kaba arbeitet mit RFID Transpondern vom Typ Mifare (13,56 MHz). Für die Berechtigungsart Whitelist können Karten in der Ausführung Classic und DESFire zum Einsatz kommen. Die Berechtigungsart CardLink ist nur mit DESFire Karten möglich. Geht es nur um organisatorische Sicherheit, kann man jede beliebige Mifare Karte verwenden, da das System dann nur auf die UID-Nummer der Karte zurückgreift. Jede Anwendung, die mehr Sicherheit verlangt, benötigt Karten mit einem speziellen Kaba-Sektor.

Aufbau und Funktion
Die Schweizer nennen ihre verschiedenen Varianten "Formfaktoren". Davon haben sie vier Stück: 

  • Mechatronischer Schließzylinder passend zu den mechanischen Schließsystemen von Kaba und Gege. Die Steuereinheit wird extern in oder auf der Tür montiert. Bei berechtigtem Schlüssel kann man wie gewohnt die Tür öffnen. Diesen Zylinder gibt es als Doppel-, Knauf- und Halbzylinder.
  • Mechatronischer Schließzylinder compact passend zu den mechanischen Schließsystemen von Kaba und Gege. Die Steuereinheit befindet sich im drehbaren Innenknauf des Knaufzylinders. Bei berechtigtem Schlüssel kann man wie gewohnt die Tür öffnen.
  • Digitalzylinder in der Bauform eines Doppelknaufzylinders. Dieser Zylinder ist Schließsystem unabhängig und kann mit allen Legic Identmedien betrieben werden. Ein berechtigter Transponder koppelt den Außenknauf ein. Durch Drehen des Knaufes lässt sich dann die Tür öffnen. Der Digitalzylinder wird auch als Halbzylinder geliefert.
  • Beschlagleser c-lever. Auch dieser kann mit allen Legic Identmitteln betrieben werden. Ist der Transponder berechtigt, wird der Drücker eingekoppelt und man kann die Tür öffnen. Der Beschlag wird in zwei Türschildbreiten geliefert. Optional auch mit PZ-Lochung für einen mechanischen Notzylinder.


Für die Programmierung von elektronischen Schließanlagen werden zusätzlich ein Programmiergerät, ein Masterschlüssel und eine Verwaltungssoftware benötigt.

Energieversorgung

  • Die externe Steuereinheit benötigt zwei Batterien Typ AA für 25.000 Zyklen.
  • Der Compactzylinder benötigt eine Batterie Typ CR2 Lithium für 25.000 Zyklen.
  • Der Digitalzylinder benötigt eine Batterie Typ CR2 Lithium für 50.000 Zyklen.
  • Der c-lever Beschlag benötigt zwei Batterien Typ AA für 40.000 Zyklen.


Montage

  • Bei dem mechatronischen Zylinder der Standard-Version verschwindet die Steuereinheit, je nach gewählter Ausführung, in oder auf der Tür. Das Anschlusskabel befindet sich an der Außenseite des Zylinders und verhindert so die Montage von Sicherheitsrosetten an Rohrrahmen-Türen. KABA bietet spezielle Sicherheitsbeschläge an, die den vorstehenden Zylinderkern mit der Antenne optimal umschließen.
  • Die Compakt-Version und der Doppelknaufzylinder lassen sich wie ein normaler Zylinder montieren.
  • Der c-lever Beschlag benötigt drei Bohrungen durch die Tür für Kabel und Schrauben. Für Brandschutztüren mit vorhandenen Bohrungen für Rosettenbeschläge gibt es spezielle Unterkonstruktionen, die eine Montage ohne Bohrungen durch die Tür ermöglichen.


Nutzen

  • Da die Transponder auf der bewährten Legic Technologie aufbauen, sind sie auch für die Verwendung bei der Zeit- und Betriebsdatenerfassung geeignet. Ebenso lassen sich Geldbeträge auf dem Schlüssel hinterlegen.
  • Durch die vier Lines kann das System mit den Ansprüchen des Nutzers wachsen. Mit dem Kaba exos CardLink lassen sich die elolegic Komponenten in die große Exos Zutrittskontrolle einbinden.
  • Mit den Legic Clipreiden lassen sich Kaba und Gege Schlüsel aus bestehenden mechanischen Schließanlagen in die mechatronischen Systeme integrieren.

Weitere Komponenten
Zusätzlich zu den Zylindern sind auch noch verschiedene off-line Kartenleser erhältlich. 
Für Garderoben- und Umkleideschränke gibt es das Locker Lock. Damit lassen sich diese elektronisch verwalten und ersetzen die bekannten Münz-Pfandschlösser.

SALTO XS 4

Salto Logo

fertigt seine Produkte im Baskenland und vertreibt sie von dort rund um den Globus. Durch die Vielzahl der verschiedenen Komponenten und die Stabilität im Betrieb hat man an diesem System sehr viel Freude.

Identmittel

SALTO XS 4 Identmittel

SALTO deckt mit seiner XS4 Systemfamilie ein sehr breites Spektrum an verschiedenen Identfikationstechnologien ab. Dadurch lassen sich die Komponenten auch nachträglich in bestehende Zutrittskontroll- oder Zeiterfassungssysteme einbinden.

Kontaktbehaftete Identmittel:
Die einfachste Handhabung bietet der auf der Dallas-Chiptechnik basierende iButton. Er ist sowohl in der Ausführung ROM (read only memory) wie auch R/W (read and write) lieferbar. Seltener genutzt wird die Smart Card. Hier werden in einem sichtbaren Chip auf der Karte die Daten gespeichert.

Berührungslose Identmittel:
Die RFID-Technologien Mifare, Legic und HID iClass ermöglichen eine berührungslose Identifikation. Alle Verfahren nutzen die R/W Technik. Der Beschlag wird durch die bloße Annäherung des Identmittels geweckt.

Aufbau und Funktion
Für die Ausrüstung von Türen mit elektronischen SALTO Komponenten stehen 2 verschiedene Bauformen zur Verfügung.

  1. Als Organisationssystem für Innentüren steht der Beschlagleser in der Komfortausführung zur Verfügung. Bei berechtigtem Identmittel wird der Drücker eingekoppelt und die Tür lässt sich öffnen. Das System wirkt nur auf die Falle. Es sollte durch ein Fallensperr- oder selbstverriegelndes Panikschloss unterstützt werden
  2. Für alle Türen steht der Doppelknaufzylinder zur Verfügung. Der Außenknauf dreht frei und wird nur bei einem berechtigten Identmittel eingekoppelt. Die Tür lässt sich dann durch Drehen des äußeren Knaufs öffnen


Verwaltung

Mit nur einer Verwaltungssoftware lassen sich sowohl die Online- als auch die Offline-Schließeinheiten einfach verwalten. Die Software ist auch mit einer MS-SQL-Datenbank verfügbar. Die Daten werden mittels Programmiergerät übertragen. Die Medien erhalten ihre Daten über die Kodierstation.


Energieversorgung
Für die Beschlagleser werden jeweils drei Standardbatterien Alkali benötigt. Typ AAA für die schmale Version, Typ AA für die breite Version. Der Doppelknaufzylinder hat eine Batterie vom Typ CR 123 A.  Die möglichen Betätigungen schwanken je nach Identmittel. Es sollen aber bei allen Typen/Systemen 60.000 Betätigungen erreicht werden.

Montage
Für die Befestigung der Beschlagleser werden 3 Bohrungen in der Tür benötigt. Durch diese werden die Schrauben und das Kabel geführt. Die Zulassung zur Verwendung an T30-Türen liegt vor, sollte aber mit den jeweiligen Türen noch einmal abgestimmt werden. Die Doppelknaufzylinder lassen sich in allen Türen montieren. Vorsicht ist nur bei sehr kleinen Dornmaßen geboten. 

Nutzen
Bei der Erstausrüstung von Gebäuden spielt das System seine Stärken aus. Mit dem Beschlagleser erhält man zu einem attraktiven Preis einen Beschlag und eine Zutrittskontrolle in einem.

Office Funktion - Bei den Beschlägen lässt sich auf einfache Weise der äußere Drücker bei der Komfortversion, der äußere Drehknauf bei der Sicherheitsversion, für den Tagesbetrieb dauerhaft einkoppeln und später wieder entkoppeln. Dieses ermöglicht eine offene Tür solange man im Büro ist.

Salto Virtual Net (SVN) - Bei allen R/W-Systemen lassen sich die Vorteile des SVN nutzen. Die Berechtigungsdaten werden dann auf den Identmitteln gespeichert. Änderungen der Zutrittsberechtigungen oder Sperrungen werden nicht mehr an jeder Tür programmiert, sondern nur noch an Kartenlesern an zentralen Punkten. Wird dort ein Identmittel gelesen, werden ihm gleichzeitig die neuen Programmierungen mitgeteilt und dann bei jedem weiteren Kontakt mit einer Offline-Komponente an diese weitergegeben. Man erhält so ein Netzwerk ohne Kabel und Funk. Die zentralen Kartenleser können sowohl online wie offline betrieben werden.

Weitere Komponenten

Neben den Beschlägen bietet SALTO auch Wandleser für spezielle Anwendungen wie Schiebetüren, Aufzüge, Garagen, etc. an. Die entsprechenden Steuerungen können entweder online oder offline arbeiten. Online-Steuerungen sind via PC mit der Zutrittsverwaltung verbunden. Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, lassen sich auch PIN-Code Tastaturen mit einbinden.


Mit dem Riegelschloss i-Locker lassen sich Garderobenschränke einfach aus-/umrüsten und elektronisch verwalten. Sie ersetzen hier die bekannten Münz-Pfandschlösser. 
Die Vorteile sind:

  1. Jeder Besucher kann nur einen Schrank belegen.
  2. Austritt wird erst nach Freigabe des Schrankes gewährt.
  3. Es können keine Schlüssel verloren gehen oder mitgenommen werden.
  4. Dokumentation, wer den Schrank wann geöffnet hat.

SimonsVoss digitales Schließsystem 3060

SimonsVoss ist der Markt- und Technologieführer im Bereich der digitalen Schließsysteme. Mit dem neuen Network Inside haben sie sich den nächsten technischen Vorsprung gesichert.

Identmittel
SimonsVoss arbeitet mit einem aktiven Transponder mit eigens entwickelten 4-bit Mikro-Controller. Die berührungslose Kommunikation ist durch ständig wechselnde Crypto-Codes gesichert.

Identmittelträger
Den bekannten UFO-förmigen Transponder gibt es in folgenden Ausführungen:

  • Standardtransponder im robusten Gehäuse mit nachtblauem oder dunkelrotem Taster. Die integrierte Batterie ist für 1 Mio Betätigungen ausgelegt.
  • Version mit verklebtem Gehäuse und/oder fortlaufender Nummerierung
  • Transponder mit einem zusätzlichen, passiven Chip (EM4102, Hitag, Mifare oder Legic) zur Einbindung von Fremdsystemen
  • Transponder für explosionsgefährdete Zonen mit Zertifizierung auf Eigensicherheit ib, Zone 1, Gruppe IIC, T3, II2G
  • Transponder für Feuerwehrschlüsselrohre ab 33 mm Innendurchmesser
  • Schalttransponder mit 2 Anschlussdrähten, um von dem potenzialfreien Kontakt eines externen Gerätes betätigen werden zu können

Daneben gibt es noch einige Spezialtransponder, die auf den ersten Blick nicht danach aussehen:

Biometrietransponder Q3007
Der Q3007 ist ein Transponder mit zusätzlicher Abfrage eines Fingerabdrucks. Bis zu sechs verschiedene Fingerabdrücke können im Speicher hinterlegt werden. Die ersten beiden Fingerabdrücke gelten als Masterfinger, durch die der Einlernprozess für weitere Finger freigegeben werden muss. Der Q3007 ist batteriebetrieben. Wahlweise kann der Transponder für einen zeitlich begrenzten Dauerbetrieb freigegeben werden. Während dieser Zeitperiode können die Türen mit einfachem Knopfdruck geöffnet werden.
Biometrieleser Q3008

Der Q3008 integriert sich nahtlos in vorhandene SimonsVoss Schließsysteme, denn die jedem Finger zugeordnete ID lässt sich auch für alle anderen Schließkomponenten von SimonsVoss nutzen. Damit wird es möglich, digitale Schließzylinder, SmartRelais, Möbelschlösser, Halbzylinder, Hebelzylinder, Blockschlösser und Schaltschrankgriffe mittels Fingerabdruck zu betätigen.
Pincode Tastatur 3068

Die Pincode-Tastatur wird verkabelungsfrei in das System 3060 integriert und öffnet alle Komponenten per Funk über die Eingabe eines 4- bis 8-stelligen Codes. Die ultraflache Aufputztastatur fügt sich durch den transparenten Ring in jedes Ambiente ein. Die Tastatur wird in Türnähe angebracht und kann im Außen- und Innenbereich sogar auf Glas montiert werden.
Smartclip 3069

Der SmartClip 3069 ist ein Kartenhalter mit integriertem SimonVoss-Transponder. Er ermöglicht die einfache Einbindung einer Identkarte mit Benutzerfoto. Der SmartClip verknüpft so vorhandenes Equipment und Investment mit der neuesten Technologie und den Vorteilen des Systems 3060. In den Kartenhalter können Plastikkarten im ISO-7816-Format eingesetzt werden, so dass sie sichtbar getragen werden können.

Aufbau und Funktion
Aufgebaut ist das System von SimonsVoss als Doppelknaufzylinder mit einer Grundlänge  von 30/30 mm. Beide Knäufe drehen frei und werden nur bei Berechtigung eingekoppelt. Der Innere Knauf enthält die komplette Elektronik und die Batterien.
Es gibt den Zylinder auch mit fest gekoppeltem Innenknauf. Eine weitere Bauform ist der Halbzylinder. Die Zylinder können wahlweise in der Version mit oder ohne Zeit- und Ereignisbaustein geliefert werden. Beide Varianten sind voll kompatibel und können gemeinsam in einer Anlage eingesetzt werden. Die Schließberechtigungen werden am PC in einer Schließplanmatrix festgelegt und dann auf den Zylinder und die Transponder übertragen.

Energieversorgung

Die Zylinder enthalten jeweils 2 Lithium Knopfzellen CR 2450 im Innenknauf. Mit diesen Batterien werden bis zu 150.000 Schließungen oder sieben Jahre Stand-by erreicht.

Montage
Die Montage des Systems ist aufgrund der gewählten Konstruktion sehr einfach, da keine Nacharbeiten an den Türen erforderlich sind. Durch den Austausch des vorhandenen Zylinders ergeben sich auch keine Probleme bei Sondertüren wie z.B. T-30 und T-90 Elementen oder auch Mehrfachverriegelungen. Mit einem berechtigten Transponder und dem Montageschlüssel lässt sich der äußere Knauf für die Montage demontieren.

Nutzen

  • Die Übertragungsfrequenz zwischen Transponder und Zylinder von 25 kHz. ermöglicht auch eine Kommunikation durch Metall hindurch. Dadurch kann die Antenne und Elektronik auf der sicheren Innenseite verbaut werden.
  • Jeder Transponder lässt sich in drei von einander unabhängigen Schließanlagen berechtigen.
  • Neu ist die Funktion Network Inside. Die Zylinder haben im Innenknauf eine zusätzliche Platine mit einem integrierten Netzwerkknoten. Damit lassen sich die Zylinder auch als Online System betreiben. Der Zylinder kann so auch als „Gateway“ im neuen virtuellen Netzwerk eingesetzt werden. Der Transponder übernimmt bzw. überträgt dabei am „Gateway“ Informationen, die z.B. an andere Türen übermittelt oder dem Systemadministrator zur Verfügung gestellt werden. Die wichtigsten sind Änderungen von Berechtigungen und das Sperren von Transpondern.

Weitere Komponenten

Digitale Steuereinheit 3063
Elektronischer Schlüsselschalter zur Ansteuerung von Türöffnern, Schranken, Rolltoren, Aufzügen, Möbeln, etc.. Installation im geschützten Bereich auch in Metallgehäusen möglich. Programmierung wahlweise als Impulssteuerung oder als Flip-Flop-Schaltung.

VdS Blockschloss 3066
Das SimonsVoss System bietet die Möglichkeit, ohne Installation eines zusätzlichen Schlosses und vor allem ohne Eingriffe in Tür oder Türrahmen eine sichere Blockschlossfunktion zu realisieren. Benötigt werden zusätzlich eine Scharfschalteinheit und bei Verwendung eines SimonsVoss Zylinders eine Deaktivierungseinheit. Alle Komponenten befinden sich ausschließlich im geschützten Bereich und haben eine Zulassung bis VDS-Klasse C SG6.

Schaltschrankgriffe und Hebelschlösser
Die Datenverarbeitungs- und Telefonkomponenten in den 19“ Schränken werden immer wichtiger für die Unternehmenssicherheit. Mit dem Schaltschrankgriff lassen sich jetzt auch diese Türen in das SimonsVoss Zutrittskontrollsystem integrieren. Durch die Montage auf der Standard-Lochung ist er auch ideal für die Nachrüstung geeignet. 
Auch für die Zutrittskontrolle von Metallschränken werden spezielle Verschlüsse angeboten.

hettlock Verschlusssystem für Möbel
Gemeinsam mit dem renommierten Möbelbeschlaghersteller Hettich wurde das System um Komponenten für die Verschlusssicherheit von Schränken und Schreibtischen im Büro ergänzt.