Notausgangsverschlüsse nach DIN EN 179

Die DIN EN 179 legt Anforderungen an Herstellung, Gebrauchstätigkeit und Prüfung von Notausgangsverschlüssen fest.

Notausgänge nach DIN EN 179 sind bestimmt für Gebäude, die keinen öffentlichen Publikumsverkehr unterliegen und deren Besucher die Funktion der Fluchttüren kennen. Dieses können auch Notausgänge in öffentlichen Gebäuden sein, die nur von autorisierten Personen genutzt werden. (Nichtöffentlicher Bereich der Gebäude)

Türdrücker DIN EN 179


Beschläge

Als Beschlagelemente sind Drücker oder Stoßplatten vorgeschrieben. Das freie Ende des Drückers muss so ausgeführt sein, das es zur Oberfläche des Türflügel zeigt, um das Risiko von Verletzungen zu vermeiden.

Die Beschlaggarnituren können als Drücker- oder Wechselgarnitur ausgeführt werden. Die Verschraubung ist durchgehend auszuführen, wobei das Montagezubehör ebenfalls Bestandteil der Prüf- und Verpackungseinheit ist.


Schlösser

Die praktischen Erfahrungen bei der Kombination von Produkten verschiedener Hersteller hat gezeigt, das nicht alle Kombinationen reibungslos funktionieren. Aus diesem Grund dürfen nach der Norm Schloss, Beschlag und Zubehör nur noch als Einheit geprüft, gekennzeichnet und verkauft werden.

Vorlast DIN EN 179


Anforderungen an Türsysteme

Notausgänge werden mit einer maximalen Öffnungskraft von 70 Newton, die senkrecht auf den Drücker aufgebracht werden, geprüft. Die Verriegelungselemente der Tür müssen dabei entriegelt werden und die Tür selbsttätig öffnen.


Hinweise

  • Ein Verschlusssystem nach DIN EN 179 muss sich nicht auch zwingend für die Verwendung an einer Rauch- oder Brandschutztür eignen. Diese Eignung der Systeme muss gesondert nachgewiesen werden. Aber unbedingt beachten: Der Zulassungsbescheid der Brandschutztür oder das Prüfungszeugnis der Rauchschutztür müssen die Montage eines entsprechenden Systems ausdrücklich erlauben. Eine Eignung des Verschlusses allein genügt nicht.
  • Notausgangsverschlüsse sind nicht als Panikverschlüsse geeignet